Banken drohen erhebliche Risiken durch Ukraine-Krise

  • FCF Bank Monitor: CDS-Spreads steigen deutlich an
  • CEO Arno Fuchs: „Verschärfung des notleidenden Kreditportfolios bei den Geldinstituten und höhere Finanzierungskosten für Unternehmen.“

München, 17. März 2022 – Deutschen und internationalen Banken drohen aufgrund des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine erhebliche Risiken. „Die Sanktionen gegen Russland können zu einer weiteren Verschärfung der notleidenden Kreditportfolios bei den Banken führen und in der Folge die Finanzierungskosten für Unternehmen deutlich erhöhen“, sagt Arno Fuchs, Geschäftsführer des Münchener Finanzierungsspezialisten FCF Fox Corporate Finance GmbH. Nach einer Analyse von FCF führten angesichts der Ungewissheit über die Auswirkungen der Sanktionen auf die Weltwirtschaft und das Finanzsystem bereits zu einem deutlichen Anstieg der 5-jährigen CDS-Spreads in- und ausländischer Banken.

Die Kursdifferenz – Spreads – der Credit Default Swaps (CDS/Kreditausfallversicherungen) gelten als Risikoindikator der Branche. So stiegen die CDS-Spreads der österreichischen RBI per Anfang März gegenüber Ende Dezember um 240,1 Prozent auf 131,7 Basispunkte. Dies ist hauptsächlich auf das große Engagement im russischen und ukrainischen Markt zurückzuführen, während die Bank aufgrund ihrer historisch guten Performance-Kennzahlen zu den solidesten Banken im deutschsprachigen Raum zählt. Die CDS-Spreads der Deutschen Bank kletterten im gleichen Zeitraum um 70,7 Prozent auf 78,2 Basispunkte und die der Erste Group um 62,1 Prozent auf 64,2 Basispunkte.

Die deutschen Banken waren von der Entwicklung unterschiedlich betroffen. Die Spreads der großen Geschäftsbanken Deutsche Bank (78,2 Basispunkte, plus 70,7 Prozent) und Commerzbank (67,6 Basispunkte, plus 52,1 Prozent) stiegen deutlich stärker als die der regionalen Landesbanken: Helaba (38,9 Basispunkte, minus 2,1 Prozent), NordLB (72.3bps, plus 4.5%) und LBBW (38,7 Basispunkte, plus 16,8 Prozent). „Höhere CDS-Spreads deuten auf ein größeres Risiko der Banken hin, verursacht durch möglicherweise höhere Abschreibungen und einer Verschlechterung der Ertragslage. Dies könnte zu einer Herabstufung der Ratings sowie letztlich zu höheren Finanzierungskosten für die Banken führen, welche an Kunden weitergegeben werden und die Finanzierungskosten für die Unternehmen erhöhen könnten – vor allem, wenn ein erhebliches Engagement auf den russischen und ukrainischen Märkten besteht“, betont Arno Fuchs. Aus seiner Sicht werden die Banken wahrscheinlich ihre Sorgfaltspflicht und Risikobewertung in dieser Hinsicht verstärken.

Laut des aktuellen Bank Monitors von FCF hatten sich die CDS-Spreads aller Banken seit dem Höhepunkt der globalen COVID-19-Pandemie auf rund 40 bis 45 Basispunkte verringert. Im Januar dann begannen die CDS-Spreads aller Banken stetig zu steigen, da die Spannungen zwischen der NATO, Ukraine und Russland zunahmen und Russlands Präsident Wladimir Putin große Truppenverbände an der Grenze zur Ukraine positionierte. „Der Einmarsch von Putins Truppen in der Ukraine führte zu beispiellosen weltweiten Sanktionen und der Furcht vor einer weiteren Eskalation, was wiederum die CDS-Spreads als Risikomaß antreibt“, erläutert Arno Fuchs.

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ÜBER FCF FOX CORPORATE FINANCE

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  • Life Sciences: Hochinnovative Unternehmen mit starker Konzentration auf der Entwicklung von “cutting-edge” Bio-, Medizin- und Gesundheitstechnologie sowie pharmazeutischer Lösungen

FCF strukturiert, arrangiert und platziert Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen und unterstützt seine Mandanten bei der Realisierung von Venture-, Wachstums-, Pre-IPO / IPO-, Akquisitions-, Finanzierungs- und Refinanzierungsstrategien.

Das 2005 gegründete Unternehmen mit Firmensitz in München unterhält direkte Beziehungen zu führenden deutschen, europäischen und internationalen Finanzierern, Kreditgebern und Investoren, welche den deutschen Markt adressieren.

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