FCF Bank Monitor Q3 2022: Steigende CDS-Spreads aufgrund drohender Rezession zeigen erhöhtes Geschäftsrisiko auch bei Banken auf

Münchener Finanzierungspezialist FCF Fox Corporate Finance veröffentlicht aktuellen Bank Monitor für das dritte Quartal 2022

  • Aktuelle CDS-Spreads steigen weiter an und befinden sich wieder auf dem Niveau der Jahre 2012/13
  • HCOB mit schlechtester CDS-Spread-Performance in Q3/22: Anstieg des 5-Jahres CDS-Spreads von 103,3 Basispunkte in Q2/2022 auf 254,5 Basispunkte bis in Q3/2022, d.h. ein Anstieg um 146%

München, 13. Oktober 2022 – Der heute veröffentlichte FCF Bank Monitor ergab, dass im dritten Quartal 2022 die Kreditausfallversicherungspolicen (Credit Default Swaps oder CDS) aller Banken nochmals deutlich teurer wurden. Die hohe Inflation, die Straffung der Geldpolitik und die globale wirtschaftliche Unsicherheit – angetrieben durch die beispiellos hohen Energiepreise und die Sanktionen nach der russischen Invasion und die nach wie vor anhaltenden Lieferkettenprobleme in weiten Teilen der Wirtschaft – führen zur Erhöhung der Wahrscheinlichkeit einer globalen Rezession sowie zunehmender Insolvenzen – und damit steigender Ausfälle in den Kreditbüchern der Banken. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen haben sich die CDS-Policen für den gesamten Bankenmarkt in Q3 2022 weiter negativ entwickelt.

“Nicht nur die stark gestiegenen Energiekosten, sondern auch die Nahrungsmittelpreise, die Lieferkettenproblematik und nicht zuletzt die stark steigenden Zinsen und Risikomargen treiben die Inflation sowie das Rezessionsrisiko weiter an. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit für Kreditausfälle und letzten Endes die Insolvenzquote “, sagte FCF-Geschäftsführer Arno Fuchs. “Deshalb ist es jetzt umso wichtiger für Kreditnehmer und Investoren, genau zu analysieren, welche Auswirkungen die Krise auf ihr Unternehmensprofil und ihr Geschäftsmodell hat – insbesondere auch hinsichtlich der Kapitalstruktur, der Finanzierungsstrategie und, nicht zuletzt, der Zinskosten.  Eine Verdrei- oder Vervierfachung des Zinsaufwands verglichen mit der Situation noch vor 12 bis 18 Monaten halten wir für sehr realistisch.”

Der vierteljährlich erscheinende Bank Monitor des Münchner Finanzierungsspezialisten FCF Fox Corporate Finance gibt einen Einblick in die historischen sowie aktuellen Spreads der Credit Default Swaps der 22 aktivsten deutschen Banken, die im Firmenkundenkreditgeschäft tätig sind. Durch die Analyse erhalten Leser eine Einschätzung des Marktes bezüglich der Kreditausfallsrisiken dieser Banken in den kommenden Jahren. Zudem wird eine Indikation der (Re-)Finanzierungskosten der jeweiligen Banken auf dem Kapitalmarkt gegeben.

Derzeit liegen die 5-Jahres CDS-Spreads bei durchschnittlich 110 Basispunkten, was signifikant höher ist als das Allzeittief in 2021 und dem Niveau entspricht, welches zuletzt 2012/13 erreicht wurde.

Bonität der Bank vor Kreditaufnahme prüfen

Die Unterschiede bei den CDS-Spreads und CreditRatings machen deutlich, wie wichtig es ist, die Solvenz der Bank zu berücksichtigen, bevor man ein Institut als kreditgebende Bank oder Transaktionsgegenpartei auswählt. Eine Bank, welche in Krisenzeiten selbst in Schwierigkeiten gerät, ist der falsche Finanzierungspartner für eine ggf. fünf bis zehnjährige Zusammenarbeit.

Der niedrigste 3-Jahres CDS-Spread (23,8 Basispunkte) wurde bei der ING gemessen, der höchste bei der HCOB (159,4 Basispunkte); das entspricht einem Unterschied von 6,7x. Der niedrigste CDS-Spread bei den 5-Jahres Spreads lag bei der DZ Bank (52,0 Basispunkte), der höchste bei der HCOB (254,5 Basispunkte); das entspricht einem Unterschied von 4,9x. Bei den 10-jährigen CDS-Spreads lag der niedrigste Spread bei 65,0 Basispunkten (DZ Bank) und der höchste bei 285,2 Basispunkte (HCOB); das entspricht einem Unterschied von 4,4x. Die S&P-Ratings reichten von AA- (BayernLB, Helaba & LBBW; das höchste Rating) bis BBB (HCOB & UniCredit SpA (Italien); das niedrigste Rating).

Der vollständige Bericht mit Analysen zu allen im CDS-Markt handelbaren europäischen Banksystemen kann unter folgendem Link heruntergeladen werden.

ÜBER FCF FOX CORPORATE FINANCE

FCF ist eine spezialisierte Investment-Bank und Finanzierungsspezialist für börsennotierte und private Unternehmen des Mittelstands im deutschsprachigen Raum. FCF fokussiert sich dabei auf vier Kundensegmente:

  • MidCap: Mittelständische Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen aus klassisch-mittelständischen Industriesektoren, wie z.B. Industrieprodukte und Maschinenbau, Automobilbau, Telekommunikation, Logistik und Konsumprodukte, etc.
  • SmallCap / Growth: Unternehmen mit Umsätzen zwischen €20 und € 100 Mio. und hohen / überdurchschnittlichen Wachstumsraten
  • DeepTech: Unternehmen mit einem starken F&E-Schwerpunkt im Technologiesektor, welche sich in der Kommerzialisierungsphase befinden und bereits erste, schnell wachsende Umsätze verzeichnen
  • Life Sciences: Hochinnovative Unternehmen mit starker Konzentration auf der Entwicklung von “cutting-edge” Bio-, Medizin- und Gesundheitstechnologie sowie pharmazeutischer Lösungen

FCF strukturiert, arrangiert und platziert Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen und unterstützt seine Mandanten bei der Realisierung von Venture-, Wachstums-, Pre-IPO / IPO-, Akquisitions-, Finanzierungs- und Refinanzierungsstrategien. Das 2005 gegründete Unternehmen mit Firmensitz in München unterhält direkte Beziehungen zu führenden deutschen, europäischen und internationalen Finanzierern, Kreditgebern und Investoren, welche den deutschen Markt adressieren.

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Kerstin Lindner
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Mail: kerstin.lindner@fcf.de

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