Fuchs übt konstruktive Kritik an der europäischen Unternehmenskultur: Europäische Firmen entwickeln oft technisch überlegene Produkte, scheitern aber an der Vermarktung. Amerikanische Unternehmen hingegen beherrschen die Kunst des Verkaufens meisterhaft – pointiert zusammengefasst von Fuchs: „Die Amerikaner wissen, wie sie dem Papst ein Doppelbett verkaufen."
Fuchs sieht trotzdem enormes Potenzial – auch in Österreich. Zwei Unternehmen stechen für ihn besonders hervor: UpNano aus Wien, Pionier im Bereich hochpräziser 3D-Druck auf Nanoskala, sowie AEEG aus Niederösterreich, das einen neuartigen, nicht toxischen Sprengstoff entwickelt hat.
Fuchs mahnt zur Nüchternheit gegenüber Buzzwords. Was Investoren und den Kapitalmarkt wirklich überzeugt, ist kein schillerndes Narrativ, sondern ein klares, substanzielles Profil: nachweisbares und skalierbares Wachstum, solide Geschäftsmodelle mit echter Wertschöpfung, die Fähigkeit, Produkte auch tatsächlich zu verkaufen – und schließlich die Reife für externe Finanzierungsrunden oder einen Börsengang. Ein IPO muss dabei nicht zwingend ein Mega-Event sein. Wichtiger ist, dass er hält, was er verspricht – und liefert.