Arno Fuchs zu Gast im Wiener Börse Podcast
Die nächste Red-Bull-Story? Wie UpNano und AEEG den Weg an die Börse ebnen
Arno Fuchs, Gründer und CEO von FCF, spricht im Wiener Börse Podcast über eines seiner Kernthemen: Überlegene Technologie allein reicht nicht, um ein Unternehmen an die Spitze zu bringen. Entscheidend ist die richtige Finanzierungsstrategie – zum richtigen Zeitpunkt.
Als Paradebeispiel dient Quantum Systems: Was einst als junges Drohnen-Startup mit klassischem Kapitalbedarf begann, ist heute ein Defense-Unicorn mit Milliardenbewertung. Der Schlüssel zum Aufstieg? Ein durchdachter Mix aus Fördermitteln, Factoring, Kapitalerhöhungen und EIB-Finanzierung – ohne diesen Instrumentenmix wäre das Unternehmen möglicherweise nie in diese Liga aufgestiegen.
Was ist die nächste Red-Bull-Story? Die nächsten Überflieger: UpNano, AEEG und der Weg zur Börse
Arno Fuchs (CEO und Gründer) im Gespräch mit Peter Heinrich
Arno Fuchs ist der "Fuchs im Finanzierungsrevier". Der Gründer und CEO von FCF Fox Corporate Finance erklärt, warum aus guter Technologie allein noch lange kein Champion wird. Beispiel Quantum Systems: Früher eine junge Drohnenfirma mit Finanzierungsbedarf, heute ein Defense-Unicorn mit Milliardenbewertung. Ohne Fördermittel, Factoring, Kapitalerhöhungen und EIB-Finanzierung wäre der Überflieger vielleicht nie abgehoben. Fuchs sagt Klartext: Europa baut oft die besseren Produkte, Amerika verkauft besser. Oder wie er sagt: "Die Amerikaner wissen, wie sie dem Papst ein Doppelbett verkaufen." In Österreich sieht er spannende Unicorn-Kandidaten, etwa UpNano aus Wien mit 3D-Druck im Nanobereich und AEEG aus Niederösterreich mit einem neuartigen, nicht toxischen Sprengstoff. Entscheidend ist nicht das Buzzword, sondern Wachstum, Substanz, Vertriebskraft und Kapitalmarktfähigkeit. Ein IPO muss nicht riesig sein. Er muss liefern können.
Europa baut gut – Amerika verkauft besser
Fuchs übt konstruktive Kritik an der europäischen Unternehmenskultur: Europäische Firmen entwickeln oft technisch überlegene Produkte, scheitern aber an der Vermarktung. Amerikanische Unternehmen hingegen beherrschen die Kunst des Verkaufens meisterhaft – pointiert zusammengefasst von Fuchs: „Die Amerikaner wissen, wie sie dem Papst ein Doppelbett verkaufen."
Österreichische Unicorn-Kandidaten im Blick
Fuchs sieht trotzdem enormes Potenzial – auch in Österreich. Zwei Unternehmen stechen für ihn besonders hervor: UpNano aus Wien, Pionier im Bereich hochpräziser 3D-Druck auf Nanoskala, sowie AEEG aus Niederösterreich, das einen neuartigen, nicht toxischen Sprengstoff entwickelt hat.
Was wirklich zählt
Fuchs mahnt zur Nüchternheit gegenüber Buzzwords. Was Investoren und den Kapitalmarkt wirklich überzeugt, ist kein schillerndes Narrativ, sondern ein klares, substanzielles Profil: nachweisbares und skalierbares Wachstum, solide Geschäftsmodelle mit echter Wertschöpfung, die Fähigkeit, Produkte auch tatsächlich zu verkaufen – und schließlich die Reife für externe Finanzierungsrunden oder einen Börsengang. Ein IPO muss dabei nicht zwingend ein Mega-Event sein. Wichtiger ist, dass er hält, was er verspricht – und liefert.
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