FCF veröffentlicht Zins- & Kreditmonitor Q4 2022 – Anstieg der durchschnittlichen Kreditzinsen auf ca. 4.0%

PRESSEMITTEILUNG

FCF veröffentlicht Zins- & Kreditmonitor Q4 2022 – Anstieg der durchschnittlichen Kreditzinsen auf ca. 4.0%

  • Leitzinsen im Euro- und US-Raum wurden in Q4 2022 und Q1 2023 nochmals stark angehoben
  • Aufgrund noch immer ungebrochen hoher Inflationsraten in der Eurozone ist im Jahr 2023 mit weiteren signifikanten Zinserhöhungen zu rechnen
  • Das Finanzierungsumfeld für Unternehmen ist jedoch weiterhin grundsätzlich positiv, eine „Kreditklemme“ ist (noch) nicht zu beobachten

München, 9. März 2023 – Der Münchener Finanzierungsspezialist FCF Fox Corporate Finance GmbH (FCF) hat den FCF Zins- & Kreditmonitor Q4 2022 veröffentlicht. Der Monitor bietet eine umfassende Einschätzung der aktuellen Situation auf dem Kreditmarkt, informiert über Kreditkosten, Zinssätze sowie die wichtigsten Markttrends und volkswirtschaftlichen Kennzahlen.

Anstieg der Unternehmenskreditzinsen auf durchschnittlich ca. 4.0%

Die Zinsen für Unternehmenskredite sind seit Anfang 2022 zunächst moderat, ab dem zweiten Quartal 2022 zunehmend rapide angestiegen. Ab November 2022 hat sich der Zinsanstieg etwas abgebremst, die Kreditzinsen gingen sogar leicht auf etwa 3.8% zurück. Aktuell sind die Durchschnittszinsen erneut leicht angestiegen und liegen per Februar 2023 wieder bei ca. 4.0%.

Diese Zinsentwicklungen wurden insbesondere getrieben durch die Ukrainekrise und die durch sie hervorgerufene Marktunsicherheiten sowie die rapiden angestiegenen und noch immer sehr hohen Inflationsraten in Deutschland, im Euroraum und den USA. Darüber hinaus trugen auch die deutlich höheren Kreditmargen (höherer Risikoaufschlag) bei den kreditgebenden Banken zur allgemeinen Zinsentwicklung der Unternehmenskredite bei.

Aufgrund der weiterhin hohen Inflation und seitens EZB und FED weiterer avisierter Leitzinserhöhungen ist auch im laufenden Jahr mit weiter steigenden Kreditzinsen zu rechnen. Auch werden die Banken ihre Risikomargen weiter erhöhen, um ggf. steigende Kreditausfälle zu kompensieren und ihre Zinserträge weiter zu steigern. Zusammen mit den Leitzinserhöhungen und dem daraus resultierenden Anstieg der Referenzzinsen (EURIBOR- und Swap-Sätze) führt dies für die finanzierenden Unternehmen sogar zu einem „doppelten“ Zinssteigerungs-Effekt. Mit einer Stabilisierung, d.h. einem Stopp des Zinsanstiegs der

 

Unternehmenskreditzinsen rechnet FCF daher nicht vor Ende des ersten Halbjahres 2024.

Zins- & Kreditmonitor Q3/2022 - Leitzinsen (Quelle: FCF)

Inflation nach wie vor deutlich über dem 2% EZB-Ziel in allen 19 Ländern der Eurozone

In allen 19 Ländern der Eurozone lagen Inflation und Kerninflation per Ende 2022 deutlich über dem 2%-EZB-Inflationsziel. Auch per Ende Februar 2023 liegt die Inflation in Deutschland bzw. in der Eurozone nach wie vor bei zu hohen 8.9% bzw. 8.5%.

Seit Anfang 2022 hat die EZB die Leitzinsen bereits fünf Mal angehoben sowie das EZB-Anleihekaufprogramm bereits weitestgehend eingestellt. Weitere Leitzinserhöhungen zur Inflationsbekämpfung wurden seitens der Zentralbank bereits angekündigt. Auch die zu erwartende Neuverschuldung der Bundesrepublik (und anderer EU-Staaten) im Zusammenhang mit der Corona- sowie der Ukraine-Krise spricht für kurz- bis mittelfristige zusätzliche Zinserhöhungen.

Finanzierungsumfeld für Unternehmen weiterhin positiv

Der neue FCF Zins- & Kreditmonitor Q4 2022 zeigt, dass das Finanzierungsumfeld für Unternehmen derzeit, trotz inzwischen sehr stark gestiegener Finanzierungszinsen, durchaus nach wie vor grundsätzlich positiv ist. Der Bankenmarkt ist noch immer sehr aufnahmefähig für neue Finanzierungen – insbesondere für Firmen mit guten Bonitäten (d.h. Investment Grade aber auch höheres Sub-Investment Grade) sind nach wie vor attraktive Konditionen realisierbar. Dieses Fenster könnte sich jedoch in den nächsten wenigen Monaten recht schnell schließen, insbesondere für Firmen mit niedrigeren Ratings im Bereich von “BB” und darunter. Für den Fall, dass die Insolvenzquote oder der Anteil notleidender Kredite ansteigen sollte, wird sich das Refinanzierungsfenster erfahrungsgemäß sehr schnell schließen.

Kai Frömert, Managing Director bei FCF rät Unternehmen daher zum vorausschauenden Handeln: „CFOs sollten sich die aktuell vergleichsweise noch immer relativ guten Konditionen durch vorzeitige Erneuerung / Prolongation ihrer Finanzierungen jetzt noch sichern. Darüber hinaus können variabel verzinste Finanzierungen durch Zinssicherungsinstrumente vor weiteren, unvorhergesehenen Zins-Events geschützt werden.“

 

Der quartalsweise veröffentlichte FCF Zins- & Kreditmonitor liefert umfassende Informationen zum makroökonomischen Umfeld sowie zum Kredit- und Bankenmarkt in Deutschland und umfasst die folgenden Bereiche:

§  Volkswirtschaftliches Umfeld

§  Aktuelles Zinsumfeld

§  Aktuelle Entwicklung der Kreditmargen

§  Verhalten der Banken am Kreditmarkt

Der vollständige Monitor Q4/2022 kann unter folgendem Link heruntergeladen werden.

ÜBER FCF FOX CORPORATE FINANCE

FCF ist eine spezialisierte Investment-Bank und Finanzierungsspezialist für börsennotierte und private Unternehmen des Mittelstands im deutschsprachigen Raum. FCF fokussiert sich dabei auf vier Kundensegmente:

  • MidCap: Mittelständische Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen aus klassisch-mittelständischen Industriesektoren, wie z.B. Industrieprodukte und Maschinenbau, Automobilbau, Telekommunikation, Logistik und Konsumprodukte, etc.
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  • DeepTech: Unternehmen mit einem starken F&E-Schwerpunkt im Technologiesektor, welche sich in der Kommerzialisierungsphase befinden und bereits erste, schnell wachsende Umsätze verzeichnen
  • Life Sciences: Hochinnovative Unternehmen mit starker Konzentration auf der Entwicklung von “cutting-edge” Bio-, Medizin- und Gesundheitstechnologie sowie pharmazeutischer Lösungen

FCF strukturiert, arrangiert und platziert Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen und unterstützt seine Mandanten bei der Realisierung von Venture-, Wachstums-, Pre-IPO / IPO-, Akquisitions-, Finanzierungs- und Refinanzierungsstrategien. Das 2005 gegründete Unternehmen mit Firmensitz in München unterhält direkte Beziehungen zu führenden deutschen, europäischen und internationalen Finanzierern, Kreditgebern und Investoren, welche den deutschen Markt adressieren.

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