FCF Zins- & Kreditmonitor Mai 2022 veröffentlicht

FCF Fox Corporate Finance GmbH freut sich den neuen “FCF Zins- & Kreditmonitor – Mai 2022” zu veröffentlichen.

FCF führt regelmäßig umfassende Untersuchungen zum deutschen Zins- und Kreditmarkt auf der Grundlage öffentlich verfügbarer Informationen durch. Die Ergebnisse werden quartalsweise aktualisiert und im FCF Zins- & Kreditmonitor veröffentlicht.

Der FCF Zins- & Kreditmonitor liefert wertvolle Informationen zum makroökonomischen Umfeld sowie zum Kredit- und Bankenmarkt und umfasst die folgenden Bereiche:

  • Volkswirtschaftliches Umfeld
  • Aktuelles Zinsumfeld
  • Aktuelle Entwicklung der Kreditmargen
  • Verhalten der Banken am Kreditmarkt

Die wichtigsten Erkenntnisse der aktuellen Ausgabe:

  • Die Zinswende ist nach vier Jahrzenten fallender Zinsen nun eingetreten
    • Die Durchschnitts-Zinsen für Unternehmenskredite in Deutschland ("Kreditzinsen") über alle Branchen und Ratingklassen hinweg hatten Anfang der 1980er Jahre einen Höhepunkt von deutlich über 10% erreicht, worauf bis 2016 fast 40 Jahre sinkender Zinsen (bis auf ~1%) folgten
    • Seit Mitte 2016, also seit bereits 7 Jahren, schwanken die Zinsen um die Tiefststände bei ca. 1.5% und haben hierbei eine Talsohle in der Langristbetrachtung ausgebildet
    • Seit Mitte / Ende 2021 ist ein zunächst moderater, in den letzten Wochen jedoch zunehmend rapider Anstieg der Kreditzinsen auf über 2.5% zu verzeichnen, nicht zuletzt getrieben durch die derzeit hohen Inflationsraten in Deutschland, im Euroraum aber auch in den USA, aber sicherlich auch aufgrund von Mitnahmeeffekten bei den kreditgebenden Banken
    • Die letzten Zinssprünge waren bereits dramatisch, mit Steigerungsraten von mehr als 250% innerhalb der letzten acht Wochen. Unternehmen werden bei Neuabschlüssen von Kreditfinanzierungen damit bereits so hohe Zinsen zahlen wie seit über acht Jahren nicht mehr. Mit noch weiter steigenden Zinsen ist zu rechnen
  • Das Finanzierungsumfeld ist derzeit noch positiv
    • Historisch – über einen 40-Jahres-Zeitraum betrachtet – bewegen sich die Zinsen aktuell nach wie vor auf recht niedrigem Niveau, wenn auch mit (zuletzt stark) steigender Tendenz
    • Die Banken erwarten für das folgende Quartal Q2/22 sogar sich verbessernde Kreditkonditionen, jedoch ist die Entwicklung der Kreditkonditionen auch in den letzten Quartalen bereits z.T. deutlich hinter den positiven Erwartungen der Banken zurückgeblieben
    • In den vergangenen zwölf Monaten haben insb. die Landesbanken und Sparkassen ihre Kreditvergabe nochmals ausgeweitet, während die anderen Bankengruppen bereits zurückhaltender waren; bei den Hypothekenbanken war bereits ein Rückgang bei der Neukreditvergabe zu verzeichnen
    • Der Bankenmarkt ist aktuell noch sehr aufnahmefähig für neue Finanzierungen mit vergleichsweise guten Konditionen – insb. für Firmen mit guten Bonitäten. Dieses Fenster könnte sich jedoch in den nächsten wenigen Monaten recht schnell schließen, insb. für Firmen mit niedrigeren Ratings im Bereich von BB und darunter
  • Die Makroökonomische Rahmendaten deuten auf weitere Zinserhöhung(en) hin
    • Die Inflation in Deutschland ist mit über 7% so hoch wie zuletzt in den frühen 1980er Jahren, die Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) liegt mit aktuell 3.8% inzwischen ebenfalls deutlich über dem EZB-Inflationsziel
    • Im für die Europäische Zentralbank wichtigeren Euroraum liegt der Verbraucherpreisindex ebenfalls bei 7.5% und die Kerninflationsrate inzwischen bei 6.4%, somit deutlich höher als in Deutschland und ebenfalls weit über dem 2%-EZB-Inflationsziel
    • In allen 19 Ländern der Eurozone liegt die Inflation aktuell deutlich über dem 2%-EZB-Ziel
    • In den USA ist die Inflation inzwischen auf bereits über 8% angestiegen, die FED hatte Ende Jan. 2022 Zinserhöhungen angekündigt zwischenzeitlich die Leitzinsen bereits zwei Mal um insg. 0.75% angehoben
    • Die EZB wird sich kurzfristig einer Zinserhöhung nicht weiter entziehen können – das Anleihekaufprogramm wurde bereits reduziert und Zinserhöhungen implizit angekündigt. Auch die zu erwartende Neuverschuldung der Bundesrepublik (und anderer EU-Staaten) im Zusammenhang mit der Corona- sowie der Ukraine-Krise spricht ebenfalls für kurz- bis mittelfristige Zinserhöhungen

Um den gesamten Report zu lesen, klicken Sie bitte hier.

Von Kai Frömert und Marco Buonafede Bennardo.

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