FCF Analyse: Positive Entwicklung des europäischen IPO-Marktes im Jahr 2020

„Börsengänge bleiben trotz herausfordernder Rahmenbedingungen hochattraktiv“

  • Starker Anstieg der Börsengänge in der zweiten Jahreshälfte
  • Durchschnittlich sehr positive Werteentwicklung nach Börsengang
  • FCF Large IPO Index übertrifft Vergleichs-Indizes deutlich
  • Weitere Belebung des IPO-Marktes in 2021 zu erwarten

München, 14. Januar 2021 – Trotz herausfordernder wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen hat sich der europäische Markt für IPOs (Initial Public Offerings) im Jahr 2020 besser entwickelt als erwartet. Die Zahl der Börsengänge über einem Transaktionswert von 20 Mio. € stieg von 44 auf 69 Neuemissionen. Das ist eines der Ergebnisse der jüngsten IPO-Analyse des Münchener Finanzierungsspezialisten FCF Fox Corporate Finance GmbH. „Die Unsicherheiten wegen der US-Präsidentschaftswahlen im Herbst, die weltweite COVID-19-Pandemie oder die schwierigen Brexit-Verhandlungen konnten den IPO-Markt in Europa in 2020 nicht ausbremsen“, sagte Arno Fuchs, CEO von FCF. Das Emissionsvolumen sank dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 18,1 Prozent auf ca. 13,50 Mrd. €. Für das Jahr 2021 rechnet der FCF-CEO Arno Fuchs mit einer weiteren Belebung des europäischen IPO-Marktes.

Als Grund für den vorsichtigen Optimismus für das aktuelle Geschäftsjahr sehen die Finanzierungsexperten von FCF die positive Entwicklung des zweiten Halbjahres 2020. Sowohl die Zahl der Börsengänge, als auch das Transaktionsvolumen verbesserten sich gegenüber den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 deutlich: So gingen im zweiten Halbjahr 52 Unternehmen an die Börse, während es in den ersten sechs Monaten nur 17 waren. Das Transaktionsvolumen betrug in der zweiten Jahreshälfte ca. 9,00 Mrd. €, im ersten Halbjahr waren es ca. 4,49 Mrd. €.

Die Corona-bedingt gestiegene Bedeutung der Vernetzung und Digitalisierung durch Home-Office oder Videomeetings spiegelte sich auch in den Börsengängen wider: 22 Prozent der IPOs entfielen auf Unternehmen der Informationstechnologie, gleichauf mit Industrieunternehmen. Regional ergab sich im vergangenen Jahr ein klares Nord-Südgefälle.

In Italien, Spanien, Frankreich und der Schweiz fanden insgesamt nur sieben Unternehmen den Weg an die Börse. Top-Nationen waren 2020 Norwegen mit 21 Börsengängen, gefolgt von Großbritannien mit zwölf und Deutschland mit sieben IPOs.

Wie schon in 2019 gewann der IPO-Markt auch 2020 in der zweiten Jahreshälfte deutlich an Dynamik. Bei Micro Caps (IPO Emissionsvolumen ab 20 bis 50 Mio. €) stieg die Zahl von drei IPOs in den ersten sechs Monaten auf 21 weitere Börsengänge im Jahresverlauf. Die Small Caps (IPO Emissionsvolumen von 50 bis 100 Mio. €) kletterten im zweiten Halbjahr auf 15 Börsengänge, nachdem es im ersten Halbjahr nur vier waren, und bei Medium Caps (IPO Emissionsvolumen von 100 bis 250 Mio. €) stieg die Anzahl der IPOs von sieben auf zehn im zweiten Halbjahr. Bei den Large Caps (IPO Emissionsvolumen größer als 250 Mio. €) verdoppelte sich die Zahl der IPOs in der zweiten Jahreshälfte auf sechs. „Insgesamt wird deutlich, dass Börsengänge zur Kapitalbeschaffung auch in schwierigen Phasen hochattraktiv bleiben“, so der FCF-CEO.

Grundsätzlich sei das Interesse an Börsengängen trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, die an den europäischen Aktienindizes im vergangenen Jahr nicht spurlos vorübergingen, weiter gewachsen. „Die hohe Liquidität im Markt treibt diese Entwicklung“, betont Arno Fuchs. Dies werde etwa beim Blick auf die Entwicklung von Large Cap IPOs deutlich: Mit einem Plus von 23 Prozent auf Sicht der vergangenen zwei Jahre übertraf der FCF Large Cap IPO Index seine Benchmark, den MSCI Europe Large Cap Index deutlich. Beim Vergleich zwischen dem FCF Large Cap und dem MSCI Europe Index liegt der Index der Münchener Finanzierungsspezialisten um 14 Prozentpunkte vorne. Die Werteentwicklung vieler Neuemittenten belegt zudem, dass Börsengänge weiter eine attraktive Option sind. So legte etwa die Zaptec AS im Segment der Micro IPOs seit dem Börsengang im September 2020 um 176,3 Prozent zu. Die Exasol AG aus dem Bereich Small IPOs verbesserte sich seit dem Börsengang im Mai 2020 um 151,6 Prozent, die Musti Group aus dem Segment Medium IPOs legte seit dem Start im Januar 2020 um 153,3 Prozent und die GVS Filter Technology Ltd. bei den Large IPOs seit Juni 2020 um 80,7 Prozent zu. Arno Fuchs hierzu: „Diese Beispiele zeigen das enorme Potenzial von Börsengängen.“

Für das Geschäftsjahr 2021 zeigte sich FCF-CEO Arno Fuchs vorsichtig optimistisch: „Es stehen zahlreiche Unternehmen in den Startlöchern, um den Gang aufs Parkett zu wagen.“ Impulse könnten aus der Hoffnung auf die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen das Corona-Virus, einer weiteren Erholung der Wirtschaft und einer anhaltend expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank kommen.

Der FCF IPO Market Monitor ist eine umfassende Analyse der europäischen IPO-Aktivitäten. Neben relevanten Bewertungskennzahlen (z.B. Ratios, Multiples) zeigt er allgemeine Informationen sowie Performancedaten der europäischen IPOs der letzten zwölf Monate auf. Er bietet damit einen der umfassendsten Überblicke für Investoren und Unternehmen.

ÜBER FCF FOX CORPORATE FINANCE

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  • DeepTech: Unternehmen mit einem starken F&E-Schwerpunkt im Technologiesektor, welche sich in der Kommerzialisierungsphase befinden und bereits erste, schnell wachsende Umsätze verzeichnen
  • Life Sciences: Hochinnovative Unternehmen mit starker Konzentration auf der Entwicklung von “cutting-edge” Bio-, Medizin- und Gesundheitstechnologie sowie pharmazeutischer Lösungen

FCF strukturiert, arrangiert und platziert Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen und unterstützt seine Mandanten bei der Realisierung von Venture-, Wachstums-, Pre-IPO / IPO-, Akquisitions-, Finanzierungs- und Refinanzierungsstrategien.

Das 2005 gegründete Unternehmen mit Firmensitz in München unterhält direkte Beziehungen zu führenden deutschen, europäischen und internationalen Finanzierern, Kreditgebern und Investoren, welche den deutschen Markt adressieren.

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