Deutschlands Wachstumsunternehmen bei CleanTech-Investitionen in Europa nicht führend

FCF Fox Corporate Finance: „Deutschlands Wachstumsunternehmen bei CleanTech-Investitionen in Europa nicht führend“
Der von FCF publizierte FCF Cleantech Venture Capital Report verdeutlicht, dass deutsche Wachstumsunternehmen im Bereich CleanTech weniger Venture Capital Finanzierung sichern konnten als Unternehmen in andere europäischen Ländern

München, 05. Dezember 2019 – Nach zwei verhaltenen Jahren 2017 und 2018 ist das laufende Jahr in Bezug auf Venture Capital (VC) Investitionen in CleanTech-Unternehmen ein sehr gutes Jahr für Europa. Das ist eines der Ergebnisse des jüngsten CleanTech Venture Capital Reports, den der Münchener Finanzierungsspezialist FCF Fox Corporate Finance für das 3. Quartal 2019 herausgegeben hat. „Mit 877 Millionen Euro übertrifft das VC-Investitionsvolumen in Cleantech Unternehmen in 2019 schon nach 9 Monaten den Wert des gesamten Vorjahres – und auch alle Vorjahreswerte der letzten 10 Jahre“, erklärt Florian Theyermann, Director bei FCF Fox Corporate Finance GmbH.

Mit CleanTech-Unternehmen werden gemeinhin Firmen bezeichnet, die mit technologischen Entwicklungen die Schonung von natürliche Ressourcen ermöglichen sowie Energieverbrauch, Abfälle oder Umweltverschmutzung reduzieren.

„2019 ist auch ein Jahr der großen Deals, das hohe Gesamtvolumen wurde mit weniger Einzeltransaktionen als in den Vorjahren erzielt“, erläutert Florian Theyermann. Insbesondere Mega-Transaktionen wie Energy Vault (Transaktionsvolumen €94m) und Oxford PV (Transaktionsvolumen €83m) ) aber auch große Mid-Size Deals wie Faraday Grid (Transaktionsvolumen €28m) oder Sunfire (Transaktionsvolumen €25m) treiben den Durchschnitt in die Höhe.

Anders als oft vermutet, ist Deutschland nicht das führende europäische Land für CleanTechInvestitionen. Während in den letzten 3 Jahren (2016 bis Q3 2019) in Großbritannien 173 und in Frankreich 119 Deals stattfanden, ließen sich im selben Zeitraum in Deutschland nur 108 Transaktionen zählen. Betrachtet man anstelle der Deal-Anzahl die Volumina,
schneidet Deutschland mit einem kumulierten Deal-/Investitionsvolumen von 459 Millionen Euro (vs. 643 Millionen Euro in Großbritannien) ebenfalls klar schlechter ab. „Hier wird die
Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und tatsächlicher Entwicklung deutlich: Deutschland gilt vielen als Vorreiter bei grünen Technologien – bei den Venture-Investitionen in diesem Bereich
haben andere Nationen Deutschland bereits überholt und fangen an Deutschland abzuhängen. Die hohe Anzahl kleiner Deals heute ist der Vorbote von noch stärkeren
Volumenszuwächsen in der Zukunft.“, so Florian Theyermann und ergänzt weiter, „Vor diesem Hintergrund freut sich FCF besonders die Investitionsrunde von Hydrogenious
LOHC Technologies, einem der drei größten deutschen Cleantech-Deals dieses Jahres, erfolgreich begleitet zu haben. Der Funding-Erfolg von Wasserstoff-Firmen wie Hydrogenious
oder aber auch Sunfire zeigt, dass Deutschland in dieser Schlüsseltechnologie Top-Firmen zu bieten hat. Wir begrüßen vor diesem Hintergrund auch die Pläne der Bundesregierung mit
einer „Nationalen Strategie Wasserstoff“ Investitionen und Innovationen in diesen Energieträger der Zukunft massiv zu fördern. Hydrogenious passt hier geradezu idealtypisch in die nationale Strategie.“

Ein weiteres Key-Finding des Reports ist die Herkunft der VC-Mittel: Die Mehrzahl der VCInvestoren in europäische CleanTech-Firmen kommt aus Europa. Die japanische Softbank ist zwar der größte Einzelinvestor der vergangenen drei Jahre, dies aber nur aufgrund des einzelnen Mega-Deals Energy Vault. „Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass europäische
CleanTech-Firmen nicht grundsätzlich auf außereuropäische Investoren angewiesen oder für diese nicht attraktiv genug sind“, so Florian Theyermann weiter.
Bezüglich IPO Aktivität zeigt sich, dass der Börsengang – mit nur 13 IPOs in den letzten 5 Jahren – nicht die bevorzugte Exit-Strategie von CleanTech-Start-ups ist. Trade Sales, also
der Unternehmensverkauf an einen Strategen, stellen mit 81 Transaktionen im selben Zeitraum die wesentlich verbreitetere Exit-Maßnahme dar. Auch hier dominieren europäische
Strategen bzw. europäische CleanTechs werden nicht im großen Stil von Unternehmen außerhalb Europas übernommen.

Der FCF CleanTech Venture Capital Report ist eine Publikation im Rahmen der FCF DeepTech Series, einer quartalsmäßigen Analyse von vier Segmenten im Bereich Deep Tech
in Europa: CleanTech, Advanced Manufacturing, Industrial IOT, Robotics and Drones. In jedem dieser Reports analysiert FCF die Venture-Capital, IPO und M&A Aktivitäten und
Trends im jeweiligen Segment in Europa. Der Report richtet sich an Unternehmer, Investoren, Corporate Executives und andere Professionals in dem jeweiligen Vertical.

ÜBER FCF FOX CORPORATE FINANCE

FCF ist eine spezialisierte Investment-Bank und Finanzierungsspezialist für börsennotierte und private Unternehmen des Mittelstands im deutschsprachigen Raum.

FCF fokussiert sich dabei auf vier Kundensegmente:

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  • Deep-Tech: Unternehmen mit einem starken F&E-Schwerpunkt im Technologiesektor, welche sich in der Kommerzialisierungsphase befinden und bereits erste, schnell wachsende Umsätze verzeichnen
  • SmallCap / Growth: Unternehmen mit Umsätzen größer €25 Mio. und hohen / überdurchschnittlichen Wachstumsraten
  • Life Sciences: Hoch-innovative Unternehmen mit starker Konzentration auf der Entwicklung von “cutting-edge” Bio-, Medizin- und Gesundheitstechnologie sowie pharmazeutischer Lösungen

FCF strukturiert, arrangiert und platziert Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen und unterstützt seine Mandanten bei der Realisierung von Wachstums-, Pre-IPO / IPO-, Akquisitions-, Finanzierungs- und Refinanzierungsstrategien.

Das 2005 gegründete Unternehmen mit Firmensitz in München unterhält direkte Beziehungen zu führenden deutschen, europäischen und internationalen Finanzierern, Kreditgebern und Investoren, welche den deutschen Markt adressieren.

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