3-Monats EURIBOR überschreitet erstmals Null-Linie: Gefahr für Unternehmensfinanzierungen?

München, 22. Juli 2022 – Der 3-Monats EURIBOR (3M-EURIBOR), ein wichtiger Indikator für Unternehmensfinanzierungen, hat am 15. Juli 2022 die Null-Linie nach oben überschritten und bewegt sich nun zum ersten Mal seit über 7 Jahren wieder im positiven Bereich. Zwar ist dies aktuell bei einem 3M-EURIBOR-Stand von 0,13% sicherlich noch nicht kritisch, jedoch muss von weiter steigenden Zinsen ausgegangen werden.

Die Analysten des Münchener Finanzierungsspezialisten FCF Fox Corporate Finance warnen, dass diese Entwicklung die Kosten der Unternehmensfinanzierung erhöhen und damit auch die Gewinnmargen schmälern können.

3-Monats-EURIBOR / 10 Jahre

Der 3M-EURIBOR ist der wichtigste Referenz-Zinssätze für variabel verzinste Unternehmenskredite, nicht nur – aber eben auch – in Deutschland. In der Regel berechnet sich der Zins solcher variabler Unternehmenskredite aus der Summe des Referenz-Zinssatzes (z.B. 3M-EURIBOR) und der Risikomarge der Bank. In den letzten Jahren lag der 3M-EURIBOR konstant unter der Null-Marke, Banken gaben diesen Negativ-Zins jedoch i.d.R. nicht an die Kreditnehmer weiter. Unternehmen zahlten für ihre Darlehen somit i.d.R. nur die Risikomarge, da der 3M-EURIBOR für die Zinsberechnung mit “Null” angenommen wurde, solange er tatsächlich unter Null lag.

Nun aber hat der 3M-EURIBOR erstmals seit über 7 Jahren wieder die Null-Linie überschritten. Für Unternehmen heißt das, dass beim nächsten Zinsfixing ihrer variablen Darlehen der zu zahlende Zins steigt.

Eine gute Indikation für die erwartete Entwicklung des 3M-EURIBOR über die nächsten 5 Jahre bietet der korrespondierende Swap-Satz, welcher zuletzt bei 1,70% lag. Dies bedeutet, dass der Kapitalmarkt davon ausgeht, dass der 3M-EURIBOR über die kommenden 5 Jahre und zeitlich gewichtet im Durchschnitt bei eben diesen 1,70% liegen wird. Für Unternehmen, welche bislang eine Risikomarge von ca. 1.75% gezahlt haben, bedeutet dies de facto eine Verdopplung des Zinsaufwands in den kommenden 5 Jahren.

Kai Frömert, Finanzierungsexperte beim FCF rät deshalb: “Mittels einer Zinssicherung (z.B. Cap oder Swap) können die Auswirkungen eventuell noch höher steigender Zinsen zumindest abgemildert werden. Unternehmen sind daher gut beraten, sich nach Jahren der Niedrigzinsen wieder mit dem Thema der Zinssicherung zu beschäftigen

ÜBER FCF FOX CORPORATE FINANCE

FCF ist eine spezialisierte Investment-Bank und Finanzierungsspezialist für börsennotierte und private Unternehmen des Mittelstands im deutschsprachigen Raum. FCF fokussiert sich dabei auf vier Kundensegmente:

  • MidCap: Mittelständische Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen aus klassisch-mittelständischen Industriesektoren, wie z.B. Industrieprodukte und Maschinenbau, Automobilbau, Telekommunikation, Logistik und Konsumprodukte, etc.
  • SmallCap / Growth: Unternehmen mit Umsätzen zwischen €20 und € 100 Mio. und hohen / überdurchschnittlichen Wachstumsraten
  • DeepTech: Unternehmen mit einem starken F&E-Schwerpunkt im Technologiesektor, welche sich in der Kommerzialisierungsphase befinden und bereits erste, schnell wachsende Umsätze verzeichnen
  • Life Sciences: Hochinnovative Unternehmen mit starker Konzentration auf der Entwicklung von “cutting-edge” Bio-, Medizin- und Gesundheitstechnologie sowie pharmazeutischer Lösungen

FCF strukturiert, arrangiert und platziert Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen und unterstützt seine Mandanten bei der Realisierung von Venture-, Wachstums-, Pre-IPO / IPO-, Akquisitions-, Finanzierungs- und Refinanzierungsstrategien. Das 2005 gegründete Unternehmen mit Firmensitz in München unterhält direkte Beziehungen zu führenden deutschen, europäischen und internationalen Finanzierern, Kreditgebern und Investoren, welche den deutschen Markt adressieren.

Medienkontakt:

Kerstin Lindner
Head of Communication
FCF Fox Corporate Finance GmbH
Maximilianstrasse 12-14
80539 München

Tel.: +49 (89) 262 0293-89
Mail: kerstin.lindner@fcf.de

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